Archiv für die Kategorie ‘Photografie’

1. DeutschFolk-Festival Jena – Abschlusskonzert mit Tworna

Bei bestem Sonntagswetter wurde an der Kulturkirche Löbstedt das 1. Deutschfolk-Festival Jena mit einem Konzert mit Tworna zum Abschluss gebracht. Denkt man, dass man nach zwei Abenden mit bereits fünf Bands mit verschiedensten Interpretationen von Deutschfolk „alles“ kennt, dann wurde man erneut überrascht. Gemein waren vielleicht die Lieder und Texte, aber die Interpretation stand für sich. Es lässt sich schwer in Worte fassen, am einfachsten wäre es – wie es die Band selbst gemeint hatte – man möge die Silberscheibe für sich sprechen lassen. Luftig, filigran, ja manchmal ganz zerbrechlich kommen die Stücke daher. Meist Langsam aber nie ermüdend. Musik zum loslassen und Seele baumeln lassen. Und doch auch immer wieder mal schnell. Ein wahrlich würdiges Abschlusskonzert der ersten Ausgabe des Festivals!

1. DeutschFolk-Festival Jena – Abendkonzert zu Beulbar

Wunderbar passend im AmViehTheater zu Beulbar fand der Höhepunkt des 1. DeutschFolk-Festivals statt. Neben der Hauskapelle Hüsch konnten Unfolkkommen und Bube Dame König dem zahlreichen Publikum an dem lauen Herbstabend einheizen. Ausverkauft war es bereits seit Tagen und entsprechend gut gefüllt war das AmViehTheater.

Unfolkkommen

Den Anfang machte Unfolkkommen aus Dresden mit ihren Säggs’schen Folkslieder. Heiter Lustiges aus dem Wanderburschenleben, dem Wirtshaus um der Ecke und von frühen Wanderungen gab es zu hören und viel Mitmachprogramm für das Publikum. Definitiv die weniger ernste Seite der deutschen Folkmusik!

Bube Dame König

Weiter ging es dann mit Bube Dame König aus Halle mit ihrem mehr romantisch deutschen Programm. Musik zum Zurücklehnen und in Gedanken schweifen. Mit vielen Eigenkompositionen und vertonten Anekdoten aus Halle gab es immer wieder etwas zum Schmunzeln. Da sei nur an den Straßenmusiker Zither-Reinhold aus Halle erinnert, der zu jeder Jahreszeit immer nur Weihnachtslieder spielte.

Hüsch

Den krönenden Abschluss des Abends machte dann Hüsch. Bei ihrem Heimspiel gab es wieder altbekannte Stücke zu hören, aber auch erste neue Songs. Es wird ja auch ein wenig Zeit mit einem neuen Album, das Aktuelle ist ja nun auch schon ein wenig ins Alter gekommen 😉 Mit ihren Geschichten aus dem Thüringer Wald, den amüsanten Ansagen zwischen den Stücken konnten die Vier wieder das Publikum begeistern. Zum Finale des Abends holten sie noch die Musiker von Unfolkkommen und Bube Dame König mit auf die Bühne und es gab noch 3 gemeinsame Stücke, jeweils unter Federführung einer Band, zu hören. Ein wahrlich würdiger Abschluss des konzertanten Teils des Abends.

Nach dem Konzert sammelten sich noch alle Musiker um das Feuer und musizierten gemeinsam in einer Session und brachten die deutsche Folkmusik dorthin wo sie hingehört. Runter von der Bühne, rein ins Volk. Musik für jedermann, Musik zum gemeinsamen Musizieren.

1. DeutschFolk-Festival Jena – Trad Töchter + G. Walther, J. Treyz

In den letzten Jahren kam man nicht umhin zu merken, das sich etwas in der deutschen Folkszene tut. Viele Bands begonnen vermehrt wieder deutsche Stücke, seien es alte oder neu komponierte, zu spielen. Das nun das 1. DeutschFolk-Festival Jena stattfindet, ist im Prinzip nur eine logische Konsequenz. Initiiert wurde dieses kleine Festival von der auch erst seit kurzen gegründeten DeutschFolk-Initiative.

Im gut gefüllten Vorgarten der Diestelschänke Jena am Fuße des Jenzig spielte die Band Trad Töchter aus Meck-Pomm/Berlin und halb „Deitsch“, G. Walther und J. Treyz aus Baden-Württemberg im Rahmen des Festivals.

Trad Töchter

Die Trad Töchter eröffneten den Abend und nahmen das Publikum mit auf eine Reise durch die Zeit. Deutsche Musik aus den letzten Jahrhunderten und aus der eigenen Feder standen auf den Programm. Mal nah an der ursprünglichen Fassung, mal in einer eigenen moderneren Interpretation. Abwechslungsreich und mit viel Spielfreude vorgetragen. So macht deutscher Folk Spaß!

Duo G. Walther und J. Treyz

Den zweiten Teil des Abends gestaltete das Duo Gudrun Walther und Jürgen Treyz. Als Pioniere der DeutschFolk-Szene zählten sie schon zu den alten Hasen. Ihre frischen Interpretationen alten deutschen Liedguts begeisterte das Publikum und auch hier schwangen schnell die ersten Gäste wieder das Tanzbein. Dazu noch einige Eigenkompositionen und ein abwechslungsreiches Programm lies keine Langeweile aufkommen. So verging am Ende der Abend viel zu schnell und auch zwei Zugabenrunden vermochten das Unvermeidliche nur kurz verzögern.

5. Rusticus Festival – Samstag

Das Wetter meinte es am Samstag besser mit dem Rusticus und der angesagte Regen hielt sich netterweise fern. Langsam und gemütlich startete der Samstag bei Kaffee und Kuchen in der zur Seebühne umgewidmeten Werkshalle der Zimmerei und Holzbaufirma Seznec. Den Beginn machte die Singer Songwriterin Joyce November aus der verbotenen Stadt äh Erfurt. Man merkte regelrecht die angestaute Spiel- und Redelust nach den vielen Monaten auftrittsloser Zeit. Weiter ging es mit der wohl jüngsten Künstlerin des Festivals – Latika – zwar noch ohne eigener Songs, aber da war sie sich sicher, die kommen noch. Man merkte ihr nicht an, dass das ihr erst zweiter Auftritt vor Publikum war, so souverän meisterte sie diesen trotz anfänglicher Technikprobleme! Das Publikum konnte wohl den Beginn einer neuen Musikerlaufbahn beiwohnen! Den Tagesauftakt rundete dann Ronald Born mit seinem Reinhard Mey Programm ab. Er präsentierte eine kleine Auswahl aus dem Schaffen des Altmeisters.

Halfway Home

Danach ging es auf der großen Hofbühne weiter. Die Hamburger Band Halfway Home eröffnete den zweiten Teil des Tages mit ihren Repertoire an bekannten und weniger bekannten Country- und Folklore Stücken. Good old Music aus den USA gemischt mit Stücken aus Irland und Schottland. Geprägt durch den Satzgesang der Band.

Eagle and the Men

Die Thüringer Band Eagle and the Men übernahmen das Mikrofon und zeigten, dass sie nicht ohne Grund den Thüringen Grammy vor 2 Jahren gewonnen haben! Klangteppiche, eine einprägsame Stimme und abwechslungsreiche Soundarrangements fesselten das Publikum sehr schnell und die Zeit verging wie im Fluge. Viel zu schnell war der Auftritt vorbei und auch die Zugaben konnten das unvermeidbare nicht lang verzögern.

Rüdiger Mund

Bevor der Main Act die Bühne betrat, nutzte Rüdiger Mund die Chance und gab in einem kleinen Set einige Klassiker der Americana Musik wider und stimmte das Publikum perfekt auf Nick Dittmeier ein.

Nick Dittmeier and the Sawdusters

Das Finale des Abend bestritten die Amerikaner Nick Dittmeier and the Sawdusters aus Indiana. Dem Southern Blues haben sich die drei verschrieben und ohne Firenzchen legten sie auch gleich richtig los! Das Publikum, gut vorbereitet wie es war, lies sich auch nicht lang bitten und feierte ausgelassen die Band. Energiegeladen trotzten so alle den wieder einsetzenden Regen und ließen die 5. Ausgabe des Rusticus Festivals mit einem Höhepunkt enden!

5. Rusticus Festival – Freitag

Ein weiteres Jubiläum! Das Rusticus Festival feiert seinen 5. Geburtstag! Und dann dieses Wetter… Dauerregen seit Mittag. Es scheint unter keinen guten Stern zu stehen. Aber dann… kurz vor Beginn hört es doch mit dem Regen auf und soviel sei vorweggenommen… bis auf ein paar wenige Tropfen zwischendrin… war es trocken!

Rudi Tuesday Band

Den Anfang des Abends machte der Dauergast des Festivals – die Rudi Tuesday Band. In großer Formation eröffneten sie die große Geburtstagsfeier und boten den Gästen ausreichend Möglichkeiten, der Kühle entgegen zu tanzen.

Matze Rossi

Der zweite Slot des Abends wurde von Matze Rossi aus Schweinfurt musikalisch ausgefüllt. Mit Geschichten aus dem Leben verpackt in eingängigen Klangarrangements zog er schnell die Gäste in seinen Bann. Ein deutscher Singer Songwriter, der es weiß, sich von den deutschen Singer Songwriter abzuheben.

Guacáyo

Die Hamburger Band Guacáyo übernahm das Finale des Freitagabend. Mit energiegeladenen Alternative – Reggae – Pop und sehr viel Spielfreude heizten die 4 dem Publikum nochmal richtig ein. Die sprudelnde Energie der Songs schwappte schnell auf auf das Publikum über. Auch hier wieder ein Blick auf das Leben und der Schwierigkeiten auf dem Lebensweg. Aber stets unter dem Motto, gibt dir das Leben Zitronen, mach Limonade daraus! Lass dich nicht unterkriegen, es wird alles gut! Genau das richtige zur aktuellen Zeit.

»Fotografieren heißt den Atem anzuhalten, wenn sich im Augenblick der flüchtigen Wirkung all unsere Fähigkeiten vereinigen. Kopf, Auge und Herz müssen dabei auf eine Linie gebracht werden. Es ist eine Art zu leben.«
Henri Cartier-Bresson, 1908 - 2004

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»Für mich ist Photographie die im Bruchteil einer Sekunde sich vollziehende Erkenntnis von der Bedeutung eines Ereignisses und gleichzeitig die Wahrnehmung der präzisen Anordnung der Formen, die dem Ereignis seinen typischen Ausdruck verleihen.«
Henri Cartier-Bresson, 1908 - 2004