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Schottland Januar 2020

Was gibt es besseres als ein “verlängertes Wochenende” in Schottland, genauer auf Islay, zu verbringen und ein paar Whiskys zu probieren? Vermutlich für einen Freund des Wasser des Lebens nicht so viel.

Nach einem gemütlichen Start in Inveraray im The George Hotel ging es dann auch gleich weiter nach Islay. Pünktlich mit unserer Ankunft verabschiedete sich der Strom gleich einmal auf der ganzen Insel. Zum Glück war er aber nach 2-3 Stunden wieder da und wir konnten unser Quartier im Lochindaal Hotel beziehen. Da das Wetter zum “Glück” regnerisch kalt war, gab es keinen Grund nicht die meiste Zeit in den Destillen zu verbringen. So haben wir an mehreren Warehousetastings teilgenommen.

Bruichladdich Warehouse Experience

Gleich am ersten ganzen Tag auf Islay haben wir bei Bruichladdich nach einer Tour (von meiner Seite ganz ohne Fotos 😉 ) an dem Warehouse Experience teilgenommen und konnten direkt aus drei Fässern Whisky probieren.

Lagavulin Warehouse Demonstration

Bei Lagavulin besuchten wir noch die Warehouse Demonstration, bei der man auch direkt aus dem Fass die Entwicklung des Whiskys probieren konnte. Begonnen bei einem jungen 7 jährigen Lagavulin endete hier die Reise bei einem 22 jährigen Lagavulin. Geführt wurde man von Ian MacArthur, einem Urgestein von Lagavulin. Irgendwie ging es dabei aber unter, Fotos zu machen.

Bunnahabhain Warehouse 9 Tasting

Bereits zum dritten Mal habe ich bei dem Warehouse 9 Tasting bei Bunnahabhain teilgenommen und muss sagen, es macht jedes Mal wieder Spaß. Dieses Mal waren einige Fässer zwar leer und man bekam den Whisky “nur” aus bereits per Hand abgefüllten Flaschen, aber neben einem günstigeren Preis gab es einen zusätzlichen Whisky aus dem Warehouse Maturation Tasting. Viele Anekdoten rund um den Whisky und den Leuten von Bunnahabhain lockern das Tasting sehr auf!

Kilchoman Ultimate Tour

Bei Kilchoman nahmen wir an der Ultimate Tour teil, da man bei dieser auch einen Blick in ein Lagerhaus der Destille werfen kann und man so oft einige Hinweise auf Releases der nächsten Jahre erhaschen kann. So waren auffällig viele Ruby Port Fässer im Lager zu finden, da wird es wohl in wenigen Jahren wieder einen größeren Kilchoman Port Release geben.

Weitere Impressionen

Kurze Besuche bei Ardbeg, Ardnahoe, Bowmore und Laphroaig rundeten den kurzen Urlaub noch recht gut ab. Caol Ila konnten wir leider nicht besuchen, da das Visitor Center immer noch gebaut wird und die Destille bis zur Fertigstellung für Besucher geschlossen ist.

Der obligatorische Ausflug zur Machir Bay war auch dieses Mal wieder dabei und dank des Wetters hatten wir den ganzen Strand auch für uns allein.

Die sieben Tage waren wie man schon sieht recht gut gefüllt, wir vielleicht auch ein wenig. Ich hab mich mit Fotos wieder mal zurückgehalten und wenn dann nur das Handy für Bilder genutzt. Die Strecke zeigt aber wirklich, dass dieser Besuch sich ganz den Destillen widmete:

Traditional Irish & Folk Session November 2019

Bei typischem nasskalten Novemberwetter gab es nichts besseres als im gemütlichen Irish Pub Fiddlers Green zu sitzen und der Traditional Irish & Folk Session zu lauschen.

Zum Glück fanden das auch einige Musiker. Neben dem klassischen irischen Liedgut gab es dieses Mal viel schwedischen Folk zu hören. Der Workshop von Alban Faust hatte viele der Anwesenden doch nachhaltig in seinen Bann gezogen und es wurden einige der Polkas gespielt.

Diese neuen Stücke waren richtig erfrischend, auch wenn man es noch an mancher Stelle hörte, dass es neue Stücken waren. Aber genau für sowas ist ja die Session auch da!

28. Irische Tage – Paulines Choice

Zum Abschluss der 28. Irischen Tage gab es im Rathaussaal Jena die Lokalmatadore Paulines Choice zu hören. Auf dem Programm stand vor allem Liedgut von den schottischen Inseln, aber auch ein paar Stücke aus Kanada und anderen Regionen boten einen abwechslungsreichen Abend.

Die Vielfalt der Folklore aus der schottischen Inselwelt spiegelte sich super in dem Programm auch wieder und bei einigen Stücken wurden sie sogar von einer Cello-Spielerin unterstützt. Nach zwei Runden fand dann aber leider auch dieser Abend ein Ende, auch zwei Zugabenrunden konnten dem nicht wirklich entgegenwirken.

So sind nun auch die 28. Irischen Tage wieder ein Teil der Geschichte. Aber die nächsten kommen sicher, Raik hat schon angekündigt, das er die ersten Bands für das 30-jährige Jubiläum 2021 gebucht hat!

Alban Faust in der Kulturkirche Löbstedt

Zu einem ganz besonderen Konzert kam es heute in der Kulturkirche Löbstedt. Extra aus Schweden angereist war der Musiker und Instrumentenbauer Alban Faust, um ein Instrument zu übergeben und nebenbei noch ein Konzert zu geben. Trauriger Hintergrund war der Mitte September in Lobeda geschehene Hausbrand, bei dem auch Antjes Nyckelharpa zerstört wurde. Alban Faust hatte schon dieses Instrument Antje verkauft und nun haben viele Freunde organisiert, dass Alban eine neue Nyckelharpa in kürzester Zeit für Antje gebaut hat.

Zur Halbzeitpause des Konzert gab es dann die Übergabe der neuen Nyckelharpa. Sichtlich gerührt nahm Antje sie entgegen. Bevor dann die zahlreich erschienenen Gäste zur Pause gehen konnten, wurde noch ein Bild von Heike Burkhardt versteigert.

Wegen des kurzfristigen Migräne bedingten “Ausfall” seiner Frau Ute, musizierte Alban allein. Alban spielte neben seiner Nyckelharpa und Gitarre auch auf schwedischen Dudelsäcken und gab einen tiefen Einblick in die Musik seiner Heimat. zum Konzert, war das Publikum begeistert und forderte lautstark am Ende eine Zugabe.

28. Irische Tage – Fiddlers Green im F-Haus

Alle Jahre wieder spielt Ende Oktober Fiddlers Green im F-Haus Jena und so auch dieses Jahr. Dabei hatten die Fiddlers die Band Malasañers aus Bamberg.

Im vollem Haus heizte zunächst die Vorband Malasañers den Gästen ordentlich ein und brachte das Publikum auch auf eine gute Betriebstemperatur für die Fiddlers.

Danach übernahm Fiddlers Green die Bühne und brachte nach und nach das F-Haus zum Überkochen. Neben vielen Songs des aktuellen Albums HEYDAY gab es auch einige Klassiker aus ihrer nun fast 30-jährigen Bandgeschichte zu hören. Das Publikum war jedenfalls begeistert und spätestens als im Hexenkessel die T-Shirts über den Köpfen der Gäste kreisten wussten alle, auch nach 29 Jahren hat Fiddlers Green nichts von ihrer Energie verloren und zählt ohne Frage zu den besten Folk-Rock Bands Deutschlands!

»Fotografieren heißt den Atem anzuhalten, wenn sich im Augenblick der flüchtigen Wirkung all unsere Fähigkeiten vereinigen. Kopf, Auge und Herz müssen dabei auf eine Linie gebracht werden. Es ist eine Art zu leben.«
Henri Cartier-Bresson, 1908 - 2004

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»Für mich ist Photographie die im Bruchteil einer Sekunde sich vollziehende Erkenntnis von der Bedeutung eines Ereignisses und gleichzeitig die Wahrnehmung der präzisen Anordnung der Formen, die dem Ereignis seinen typischen Ausdruck verleihen.«
Henri Cartier-Bresson, 1908 - 2004