The Paperboys a.k.a. Los Paperboys in Jena zum Frühlingsfest. Einer der Konzerthöhepunkte des diesjährigen Fests. Bei gut gefüllten Markt ging es dann auch pünktlich los. Nicht unbedingt das, was ich erwartet habe, eher etwas mehr poppig. Aber mit dem Lauf des Abends dann wurde es immer besser, das Publikum traute sich dann doch etwas weiter an die Bühne und die Band belohnte das dann auch mit schnelleren und nicht mehr ganz so poppigen Stücken. In der zweiten Runde dann wurde meine Erwartung dann auch richtig erfüllt!
Obwohl ich keine Bilder machen wollte, ich aber von der mal wieder nicht zustande gekommenen Sunday-Session im Pub die Kamera schon dabei hatte, hat es mich dann doch irgendwann in den Fingern gekrabbelt und ich konnte es dann doch nicht ganz lassen. Wie das Konzert selbst sind dann auch mit dem Verlauf des Abends die Motive immer besser geworden.
Ganz ohne kurze Vorstellung durch Bands Privat begann der Abend, genauso wie mir gerade kein guter Einstieg einfällt. Tim Jaacks aus Hamburg startete einfach. Musik zum Zurücklehnen, zum Innehalten vom hektischen Alltag.
Ganz anders dann And The Wireman. Mit den ersten Tönen wurde man in eine düstere Jazzkellerbar in den 70iger Jahren versetzt und konnte förmlich durch kleine Kellerfenster nach draußen den Regen in großen Tropfen langsam fallen sehen. Schwarzweißfilm. Film Noir.
Anspruchsvolle Musik, nicht unbedingt sofort zugänglich. Und doch war es großartig. Sorgfältig gewobene schwere Klangteppiche, schwermütiger Gesang und dazwischen hin und wieder schnell aufspielende Geigen. Dazu eine Trompete im Hintergrund mit vollster Hingabe gespielt. Ein toller Abend!
Bei den letzten Urlauben und Städtetripps habe ich etwas immer wieder feststellen müssen: Städte zu fotografieren ist nicht mein Ding. Meist habe ich da dann bei Streifzügen durch die Stadt nach bunten Farbklecksen im meist oft betongrauen Umfeld gesucht. StreetArt bildeten oft diese bunten Auflockerungen im Stadtbild. Im Nachhinein habe ich dann auch meist nur Bilder von solchen Motiven gemacht und von der eigentlichen Stadt wenige bis keine Bilder auf der Speicherkarte.
Ein Künstler, den ich bei solch einem Städtetripp entdeckt habe, ist El Bocho in Hamburg gewesen. El Bocho hat momentan mehrere Motivserien im „Portfolio“. Die Streetgöre Little Lucy mit ihrer Aversion gegen Katzen, die Citizien-Serie mit im Aquarellstil gehaltenen Frauenbildern, Tina Berlina mit ihren Touristentipps, die Überwachungskameras Kalle und Bernd und einige andere Serien. Jede für sich gut durchdacht, grandios visuell umgesetzt und an den richtigen Stellen im Stadtbild platziert. Mir persönlich gefällt die Citizien-Serie am besten und so hoffe ich immer wieder, wenn ich mal in Berlin oder Hamburg bin, dass ich dort neue Exemplare entdecke.
Ein paar der Werke von El Bocho, die ich bereits entdeckt und festhalten konnte, gibt es nun hier zu sehen:
El Bocho hat seine Basis aber in Berlin und begibt sich immer mal wieder auf Städtetripps deutschland- und sogar weltweit. Dafür braucht es natürlich ein Gefährt und da so was nicht von einem Baum fällt, hat er eine Crowdfounding-Kampagne gestartet: Das Monkeybus-Project. Für mehr oder weniger Geld kann man sich ein Stück Kunst von El Bocho in die eigene vier Wände holen und dabei am Ende das Projekt unterstützen und für mehr bunte Flecken in den grauen Städten sorgen. In meinen Augen ist El Bocho der deutsche Banksy. Ich selbst habe schon ein wenig in den verschiedenen Angeboten gestöbert und zugeschlagen, aber es ist immer noch eine große Lücke bis zum Finanzierungsziel! Also guckt es euch mal an und helft dabei, neue Farbinseln in grauen Städten entstehen zu lassen! Das Geld wird wie bei allen Crowdfounding-Kampagnen nur dann eingezogen, wenn das Projekt erfolgreich finanziert ist, aber auch nur dann bekommt man auch die ausgesuchten Kunstwerke!
Im gut gefülltem Rittersaal begann der Abend ruhig zu zweit mit Holger „Scotti“ Gottwald und Andrea Zöllner, dem Gründerduo von Malou. Mit dem dritten Song kam dann Ilka Griesser am Cello dazu. Ab dem vierten Stück kam dann auch noch der Bassist James Dietze und das Schlagwerk (man möge mir verzeihen, aber der Name ist mir entfallen) dazu. In zwei Runden gab es so eine recht bunte Mischung aus lauteren, antreibenden Stücken und Songs zum Verweilen.
Der Abend verflog viel zu schnell! Nach einer tollen Zugabe war dann leider auch schon Schluss und der schöne Abend fand ein viel zu frühes Ende!
FLONSKE war eher nicht so mein Fall, aber dafür hat Bender & Schillinger umso mehr meinen Geschmack getroffen. Ganz großes Klangkino war das! Abwechslungsreiche, mal laute, mal leise Musik, mal antreibend, mal entschleunigend. Mit anderen Worten sehr abwechslungsreich und dennoch aus einem Guss. Eine Band, die es definitiv verdient hat von vielen gehört zu werden!
»Fotografieren heißt den Atem anzuhalten, wenn sich im Augenblick der flüchtigen Wirkung all unsere Fähigkeiten vereinigen. Kopf, Auge und Herz müssen dabei auf eine Linie gebracht werden. Es ist eine Art zu leben.«
Henri Cartier-Bresson, 1908 - 2004
Anfangs hatte ich in der Fotografie den Gegenpol zum doch recht trockenen Studium gefunden, nach dem Studium hat sie sich zu einem schönen Hobby entwickelt mit professionellen Anspruch, auch wenn mittlerweile durch das ganz normale Arbeitsleben die Zeit für diese tolle Beschäftigung arg beschnitten wird.
Angefangen mit einer kleinen Kompaktkamera bin ich Ende 2007 auf meine erste digitale Spiegelreflexkamera von NIKON umgestiegen. Seitdem leistet mir meine Nikon D80 treue Dienste. Ende 2008 konnte ich mich kameratechnisch auch verbessern und nenne nun eine Nikon D300 mein eigen und bin auch sehr zufrieden mit dieser Kamera. März 2014 geht es dann mit der Nikon D4s endgültig auf den Olymp der Kameratechnik, danach gibt es keine Ausrede mehr, die Technik ist schuld. Stets nach Verbesserung bestrebt, versuche ich mich fotografisch weiter zu entwickeln und auch neue Sichtweisen auf altbekannte Dinge zu gewinnen.... (Fortsetzung auf About Me)
Copyright
Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt - alle Rechte vorbehalten. Die bereitgestellten Informationen sind nur für die persönliche Information bestimmt. Jede weitergehende Verwendung, insbesondere Veröffentlichung, Vervielfältigung und jede Form der gewerblichen Nutzung sowie die Weitergabe an Dritte - auch in Teilen oder in Überarbeiteter Form - ohne Zustimmung von Henryk Schmidt ist untersagt.
»Für mich ist Photographie die im Bruchteil einer Sekunde sich vollziehende Erkenntnis von der Bedeutung eines Ereignisses und gleichzeitig die Wahrnehmung der präzisen Anordnung der Formen, die dem Ereignis seinen typischen Ausdruck verleihen.«
Henri Cartier-Bresson, 1908 - 2004