Island 2017

Kaum zurück aus Schottland ging es schon wieder los. Dieses Mal war eine Woche Island dran, genauer der Süden von Island. Leider haben sich das auch extrem viele andere Touristen so ausgesucht und so war alles auch entsprechend überrannt. Gut, selbst schuld, wenn man zu der Zeit da hoch fährt. Dazu kam aber noch, das vieles immer mehr kommerzialisiert wurde, u.a. der Lavatunnel Raufarhólshellir, den ich vor drei Jahren noch einfach so erkunden konnte, ist nun nur noch per geführter Tour zum stolzen Preis von 180 Euro pro Person (!!!) begehbar.

Ich rate jedem, die Hauptsaison zu meiden, die Ecke um den Golden Circle wirklich schnell zu erledigen und dann eher die noch weniger frequentierten Landstriche Islands zu erkunden, z.B. die Westfjörde. Aber nun genug gemeckert. Dank WetterApp mit Regenradarprognose konnten wir die Tagestouren so planen, das wir trotz eher schlechter Großwetterlage eigentlich immer halbwegs gutes Wetter vor Ort hatten.

So konnte ich den Gletschersee Jökulsárlón nun auch mal bei bestem Sonnenschein sehen. Insbesondere den Gletscher Vatnajökull konnte ich so in voller Pracht sehen, nicht wie vor drei Jahren im Nebel-Wolken-Mix versteckt. Den Tag mit dem schlechtesten Wetter nutzten wir für einen Reykjavik-Besuch und viel Zeit im weltbekannten Musikladen 12Tonar. Zum Abschluss des Urlaubs ging es gen Hveragerði, um nochmal in einem heißen Bach (37 °C) bei 11 °C Außentemperatur zu baden. So lässt es sich leben!

Obwohl ich in der einen Woche kaum zum Fotografieren kam, gibt es nun doch ein paar Bilder vom Urlaub, vor allem einige Freihand-Panos. Da möchte ich auch nicht groß Worte verlieren, schaut selbst!

21. Folkherbst Malzhaus Plauen – Árstíðir + La Chiva Gantiva

Stets im Herbst startet im Malzhaus Plauen der Folkherbst und dieses Jahr nun schon zum 21. Male. Zum Start gab es gleich ein Konzertdoppelpack. Neben dem ersten Wertungskonzert gab es noch ein zusätzliches Eröffnungskonzert. Die isländische Band Árstíðir hatte die Ehre mit dem ersten Wertungskonzert den Folkherbst zu eröffnen.

In der Galerie des Malzhauses trat diese Band auf und wurde ihrem Ruf, eine neuer Stern am isländischen Musikhimmel zu sein, mehr als gerecht. Abwechslungsreich, filigran, energiegeladen, gänsehautverbreitend. Nur ein paar Stichworte, die das Konzert in meinen Augen gut beschreiben. Definitiv eine gute Wahl für den Start des 21. Folkherbstes! Ein paar Hörbeispiele findet ihr auf deren Website: www.arstidir.com

Nach dem Konzert von Árstíðir war eigentlich eine Stimmung da, dass das schon ein würdiger Abschluss des Abends wäre. Aber es gab ja noch das Eröffnungskonzert mit La Chiva Gantiva. Musikalisch etwas völlig anderes aber ebenfalls sehr gut. Nun auch nicht mehr bestuhlt in der Galerie sondern mit offener Tanzfläche im Kellergewölbe. Und da heizte dann La Chiva Gantiva dem Publikum ordentlich ein. Afro-Kolumbianische Rhythmen und lateinamerikanischer Musik als Grundgerüst lies die Stimmung im Keller kochen.

Die beiden Konzerte zusammen bildeten einen würdigen Auftakt des diesjährigen Folkherbst!

»Fotografieren heißt den Atem anzuhalten, wenn sich im Augenblick der flüchtigen Wirkung all unsere Fähigkeiten vereinigen. Kopf, Auge und Herz müssen dabei auf eine Linie gebracht werden. Es ist eine Art zu leben.«
Henri Cartier-Bresson, 1908 - 2004

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»Für mich ist Photographie die im Bruchteil einer Sekunde sich vollziehende Erkenntnis von der Bedeutung eines Ereignisses und gleichzeitig die Wahrnehmung der präzisen Anordnung der Formen, die dem Ereignis seinen typischen Ausdruck verleihen.«
Henri Cartier-Bresson, 1908 - 2004